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 2. Tag: 09. 03. 09 (Sonntag)

 

 Morgens wurden wir, wie verabredet, vom Hotelpersonal geweckt. Wir waren gespannt auf das 1. Frühstück unserer Traumreise. Auch hier waren wir angenehm überrascht nur der Kaffee war wirklich scheußlich und für mich ungenießbar. Da ich ja meinen eigenen Kaffee mitgebracht hatte war auch das kein Problem.
Nach dem Frühstück wartete schon vor dem Hotel unser Reisebus mit dem Reiseleiter.
Er hieß Raj, ist in Delhi geboren, sprach ein sehr gutes Deutsch und war die ganze Reise über ein wunderbarer Reiseleiter. Er beantwortete alle unsere Fragen (es waren sehr viele Fragen).
Während der gesamten Reise erklärte er uns alle Sehenswürdigkeiten, dabei haben wir festgestellt, das Indien viel mehr Sehenswürdigkeiten hat als wir vorher gedacht haben.
Unser Tag begann mit einer Stadtrundfahrt von Neu- und Alt-Delhi.
Wir besuchten die Freitagsmoschee, die Festung von Delhi. Die Festung ist ein sehr imposantes Gebäude, außerdem stand noch das Indian-Tor auf unserem Programm. In einem Park besuchten wir die Statue von Gandhi und auch das Grab von Gandhi. Hier bemerkten wir, dass immer noch sehr viele Inder eine große Liebe zu Gandhi haben. Sehr viele Inder (in Festtagsgewändern sangen und beteten an seinem Grab. Auch Brautpaare waren vertreten. Auf der Rückfahrt zu unserem Hotel sind wir auch durch einige Straßen gefahren die nicht gerade einladend aussahen. Man sah schon hier dass die Kluft zwischen Arm und Reich in Indien sehr groß ist. Dort stehen erbärmliche Hütten gleich neben schönen Häusern.
Nach dem Abendessen „gut und reichlich“ erkundigten wir beide die Gegend. Neben unserem Hotel war ein großes Kino mit riesigen Plakaten behangen. Eines davon zeigte „Rhithik Roshan“ und „Aiswarja Rai“ in dem indischen Blockbaster „Jodhar Akbar“ Wir wollten den Film natürlich sehen. Sind hingegangen, weil unser englisch nicht gut ist und wir dort noch kein Hindi verstanden haben kamen wir nicht hinein.
Ein Stück weiter war ein riesiges Festzelt aufgebaut für eine indische Hochzeit. Einfach toll, superschön, bunt, gigantisch, voller Blumen, Girlanden und Laternen. Da begreift man warum eine normale indische Familie für eine solche Hochzeit Kredit aufnehmen mut, und dieses hinterher jahrelang abzahlt. Abends erlebten wir dann sogar noch den Umzug des Bräutigams der ebenso schön wie die gesamte indische Hochzeit ist. Mit sehr viel Musik und Tanz. Meine Beine (Anjalys Beine) wollten auch einfach nicht mehr still stehen. Der Festumzug war sehr lang, zum Schluss kam dann der Bräutigam auf einem Pferd geritten mit ebenfalls viel lauter Musik. Es ist Tradition in Indien, dass der Bräutigam mindestens 500 bis 1000 m auf einem Pferd oder auf einem Elefanten zurücklegen muß um zu seiner Braut zu kommen. Die Hochzeit endete mit einem riesigen Feuerwerk.
Es wurde also sehr, sehr spät, hinterher konnten wir schlecht einschlafen weil schon dieser Tag so viel Erlebnisse brachte die wollten verarbeitet sein.
Wir nahmen uns fest vor am nächsten Tag früher ins Bett zu gehen, aber leider wurde da nichts draus. Warum? Das erzähle ich nächste Woche.

 

Also bis dann, Anjaly und Rani

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