
Namaste meine Schöne!
Raj sitzt im Flieger nach Delhi. Er hatte eine Reise durch Europa beendet
und wollte nun endlich wieder in die Heimat.
Neben ihm saß seine schöne Freundin Rani. Sie war wirklich eine schöne
junge Frau, es machte einem Freude sie anzusehen aber sie hatte einen kleinen
Fehler, sie wusste dass sie schön war und sie musste alles haben was sie wollte,
bekam sie es nicht wurde sie sehr wütend, ihre Augen blitzten und sie begann
richtig zickig zu werden. Raj wusste das, aber er keine Chance gehabt ihr zu
entkommen, nun waren sie schon fast 2 Jahre lang mehr als befreundet aber er
wusste damals noch nicht ob sie ihn oder nur seinen Namen liebte. Er sollte es
aber bald erfahren. Er hatte die Augen geschlossen und dachte nach. Da wurde
er plötzlich aus seinen Gedanken gerissen, er hörte wieder die sehr helle Stimme
seiner Freundin. „Können sie nicht besser aufpassen, ich möchte eine neue Decke,
ich möchte bitte noch einen Dring“, so ging das eine ganze Weile, Raj dachte so bei
sich, ob die Flugbegleiterin wohl noch für jemand anderen Zeit hatte.
„Nein nicht schon wieder“ dachte er. Er wollte ein wenig Ruhe, nahm sich die
Schlafmaske von den Augen, wollte aufspringen, was war das. Er sah in die
schönsten blauen Augen, diese gehörten der Flugbegleiterin die gerade den
gewünschten Dring für seine Freundin brachte. Es traf ihn wie ein Blitz. Er
starte in diese Augen und stammelte „Namaste meine Schöne“, die Flugbegleiterin
lächelte und ging wieder.

Verdutzt drehte er sich nach seiner Rani um. Sie war mit sich selbst beschäftigt
und hatte dieses nicht mitbekommen. „Gott Sei Dank“ dachte er noch.
Nach einer Weile kam die Flugbegleiterin wieder und sagte „Bitte schnallen Sie sich
an, wir landen gleich in Delhi. Auch die Stimme haute ihn um. Er sah ihr nach
„Na die gefällt Dir wohl“ fragt schnippisch Rani. „Ach ne, sie sieht ja ganz niedlich
aus“ war seine Antwort. „Du bist schöner“ sie war beruhigt, denn auch Raj
wusste wie er sie besänftigen konnte. Er schaute aus dem Fenster, sah auf seine
Stadt Delhi und dachte daran wie sehr er sich schon auf sein Zuhause freute,
aber wie lange würde Fahrt mit dem Auto wohl wieder dauern bei dem riesigen
Verkehr in Delhi. Ja er musste wohl 2 Stunden rechnen und dann endlich schlafen.
Bei der Landung in Delhi wurden sie von einigen ihrer Freunden abgeholt. Sie
hatten viele Freunde. Er ließ sich von seinem besten Freund Jimmy, aber Jimmy
konnte ihn dieses Mal nicht nach Hause bringen er wartete auf seine Schwester,
Jimmy ich wusste gar nicht das Deine Schwester schon so erwachsen ist, dass
sie nach Europa fliegt, wie alt ist sie jetzt , habe sie lange nicht gesehen,
aber seine Freunde warteten und er verlor Jimmy aus den Augen. Nachdem
Jimmy ihn abgesetzt hatte duschte Raj, legte sich hin um etwas zu schlafen,
aber was war das. Jedes Mal wenn er die Augen schloss, sah er diese
wunderschönen Augen vor sich. Er wusste nicht was er davon halten sollte. Er
hatte ja noch ein paar Tage Urlaub und wollte sich in Ruhe auf seinen neuen Job
vorbereiten. Er war Arzt und wollte eine neue Tätigkeit in einem Krankenhaus
in Delhi aufnehmen. Aber es ging nicht, überall sah er diese Augen.
Er rief Jimmy an, Hey wie geht es Dir, ich muss mit Dir reden, “ „Was ist los
Raj, Du warst schon am Flughafen so komisch. Na gut ich komme,„.
Es dauerte nicht lange und Jimmy stand vor seiner Tür. Die erste Frage war
„Wie war Dein Urlaub, schönes Wetter gehabt, hier hat es viel geregnet, und hat
Dich Rani mal wieder geärgert, „ Blödsinn es geht um etwas anderes.“ Jetzt
wurde Jimmy erst richtig neugierig. Weißt Du lieber Jimmi ich glaube ich habe
mich verliebt, aber ich weiß nicht wer sie ist, ich weiß nicht wie sie heißt, ich
weiß nicht wo sie wohnt ich weiß nur sie hat die wunderschönsten blauen Augen
die ich je gesehen habe. Jimmy stutzte, „erzähle ruhig weiter sagte er“. Ja ich
weiß nur dass sie Flugbegleiterin ist und den Flug nach Delhi begleitet hat. „Du
bist doch am Flughafen tätig kannst Du nicht rausfinden wer sie ist.“
„Das wäre möglich ich kann es ja probieren, aber jetzt muss ich wieder los.“
„Kann ich Dich in den nächsten Tagen anrufen. „
Als Jimmy vor der Haustür stand und sich versicherte das Raj ihn nicht mehr
sehen konnte, lachte er laut auf, „das ist doch gar nicht möglich, so etwas
ähnliches hatte er heute schon einmal gehört. Er war der Meinung dass er
dieses Mädchen kannte und zwar ziemlich gut. Er brauchte sie nicht zu suchen,
er glaubte sie lebt ja in seinem Haus, und das es sich um seine Schwester
Karina handelte. Er liebte sie sehr. Er hatte mit ihr ein sehr gutes fast
freundschaftliches Verhältnis. Sie erzählten sich alles und das hatte sie
über vieles hinweg geholfen. Sie hatten ja schon einige Schicksalsschläge
verarbeitet, so waren beide Eltern bei einem Autounfall gestorben. Damals
war Karina noch sehr klein und Jimmy hatte für sie stets gut gesorgt.
Er hatte ständig auf sie aufgepasst, hat sie durch die Schule begleitet,
hat ihr die Freiheit gelassen sich einen Beruf auszusuchen denn sie wollt, er
wusste das so etwas nicht all zu üblich war, und er hatte Karina immer
behandelt als wäre sie nicht seine kleine Schwester sondern seine kleine
Freundin. Sie war Flugbegleiterin geworden, liebte ihren Beruf sehr, nun wurde
es auch langsam Zeit das sie sich einen Mann aussuchen sollte, einen den sie
wollte und den sie liebte, er hatte es seiner Mutter auf dem Sterbett
versprochen und er wollte diesen letzten Wunsch seiner Mutter auch
trotz aller Schwierigkeiten erfüllen. Sie war gerade in Delhi gelandet, sehr
aufgeregt, auf seine Frage hin was denn los sei erzählte auch sie ihm dass
sie im Flugzeug während ihrer Arbeit einen Mann kennengelernt, er hat ihr so
gut gefallen und sie könne ihn gar nicht mehr vergessen, sie glaube sie hätte
sich ihn diesen Fremden auf den ersten Blick verliebt. Zu Hause ging
Jimmy in das Zimmer von Karina, sie saß verträumt in ihrem Sessel und
hörte Musik. Na träumst Du wieder von Deinem Prinzen. Wie sah denn Dein
Traummann aus. Karina beschrieb Raj in alle Einzelheiten und in den schönsten
Farben. Jetzt wusste Jimmy dass es sich um seinen Freund handelte, er kannte
ihn ja ziemlich gut, er kannte aber auch Rani und das beunruhigte ihn doch
etwas. Ja er wusste das Raj für Rani nicht die große Liebe war und umgekehrt
war es wohl genauso handeln musste, er wusste nicht was er machen sollte.
Er wollte seiner kleinen Schwester ihre erste Liebe nicht nehmen aber er wusste
nicht was er davon halten sollte. Er begann nachzudenken,

Karina bemerkte seinen fragenden Blick, ach Jimmy sei mir bitte nicht böse ich
weiß doch dass es unmöglich ist. Ist schon gut meine kleine sagte Jimmy, damit
war für ihn die Sache erst einmal erledigt. Er hoffte wohl dass sich die Sache von
selbst erledigen würde und dass es für beide so wie für Raj aber auch für seine
Schwester nur eine kleine Schwärmerei war. Aber es war nicht so.
Nach einigen Tagen schaute Karina immer noch traurig drein und mit Raj war es
genau so. Auch hörten die Fragen von Raj nicht auf, ob Jimmy schon etwas
erfahren habe. Heute hatte auch mal wieder Rani angerufen, sie beschwerte
sich bei Raj das er sie nicht angerufen habe und verlangte von ihm als
Entschädigung eine Party. Sie liebte das Partyleben. Widerwillig gab er nach.
Er lud Freunde und Freundinnen ein so auch Jimmy. Als er Jimmy einlud sagte er
ihm noch weißt Du ich habe gar keine Lust, er schaute so traurig. Jimmy
stellte fest, nein so geht das nicht weiter, er fragte deshalb Raj, darf ich meine
Schwester mitbringen, weißt sie ist noch nicht lange in Delhi, hat hier auch noch
nicht so viele Freundinnen. Na gut, war Raj seine Antwort.
Die Party lief schon eine ganze Weile. Raj sah immer zu Tür, er wartete auf
Jimmy, dieser hatte ihm ja eine Überraschung versprochen. Es klingelte.
Raj ging zur Tür. Jimmy war endlich da. Aber was war das, Jimmy ging zur Seite,
mit den Worten darf ich Dir meine Schwester Karina vorstellen.
Raj sah zuerst nicht viel, nur 2 Augen die er seit dem Flug aus Europa nicht
vergessen konnte. Karina stand auch wie versteinert, Raj konnte nur noch
tammeln „Namaste meine Schöne“. Wie lange sie so gestanden haben wussten
sie nicht, da hörte Raj eine schrille Stimme, und die Starre der beiden war vorbei.
Rani hatte wohl Karina nicht erkannt, aber sie erkannte das da eine wunderschöne
junge Frau vor ihr stand, und sofort sah sie in Karina eine Konkurrentin, Rani
behandelte Karina nicht besonders fein, um zu zeigen das Raj ihr gehörte fiel sie
ihm um den Hals und ließ ihn den ganzen Abend nicht mehr los. Karina
hingegen hatte Rani sofort erkannt, wusste das sie gegen diese Frau keine
Chance hatte, denn Jimmy hatte ihr nicht erzählt das auch Raj von ihr
gesprochen hatte.
Als die Party vorbei war fuhren alle wieder nach Hause. Karina wollte nicht
mehr an Raj denken. Sie hatte einen neuen Auftrag und begleitete wieder
einen Flug nach Europa. Das half ihr ein wenig über ihre Trauer hinweg, aber
vergessen konnte sie Raj nicht. Dem ging es ebenso. 14 Tage später hatte Raj
alle seine Freunde eingeladen ihm zu helfen, er wollte seine Wohnung neu gestalten,
alle kamen, hatten sogar Urlaub genommen, auch Jimmy und Karina und packten
kräftig mit an, ja alle, wirklich alle, nein Rani fehlte, denn von Arbeiten und
Freunden helfen hielt sie nicht viel. Allen machte die Arbeit Spaß, und so mancher
Farbkleckser landete nicht nur an der Wand. Es wurde sehr viel gelacht, keine
außer Jimmy bemerkte wie traurig Raj und Karina doch waren, ja sie sprachen
miteinander, kamen sich auch ein wenig näher aber beide hatten nicht den Mut über
ihre Gefühle zu sprechen. 2 Tage lang arbeiteten sie zusammen und die
Wohnung erstrahlte wieder. Raj lud zum Wochenende alle zur Einladungsfeier ein.
Diesmal kam natürlich auch Rani, ja feiern war mehr ihr Ding als selber den
Farbpinsel zu schwingen. Es wurde wieder sehr fröhlich, Raj und Karina taten wieder
so als würden sie sich nicht so gut leiden könnten, nur einer sah es, nämlich Jimmy.
Nun reichte es ihm wirklich, er nahm Raj beiseite und sprach mit ihm. „Raj was
soll das, merkst Du nicht das Du Dich selbst belügst, Du liebst doch Rani gar nicht,
und ich weiß das Karina genauso von Dir denkt wie Du von Ihr. Sie hat es mir selbst
erzählt, als sie noch nicht wusste das Du mein Freund bist, mach sie mir nicht
noch unglücklicher, hast Du keine Augen im Kopf, oder war es alles nur Lüge,
das Du sie liebst,. Raj seine Augen wurden immer größer, „Nein das kann ich
nicht glauben, ich weiß nicht was ich sagen soll, und ich bin schon so lange mit Rani
zusammen, wie soll ich mich entscheiden. „ Na gut mir wird schon etwas einfallen
dachte Jimmy.
Ein paar Tage später klingelte er bei Raj. Als beide in der Wohnung waren, fragte
er „Wo ist Rani“ „Sie trifft sich im Cafe mit ihren Freundinnen, hier gleich um die
Ecke. „Gut“ sagte Jimmy, also keine 5 min. entfernt von hier. Karina ist bei uns zu
Hause, also 25 min von hier entfernt. Er befahl Raj, leg Dich hin, decke Dich zu und
pass auf. Widerwillig gab Raj nach. Jimmy nahm das Telefon, rief zuerst bei Rani
an „Hey Rani hier ist Jimmy, Raj hatte einen Unfall, hat sich das Bein gebrochen und
ist jetzt in seiner Wohnung. Er rief jetzt bei Karina an, und erzählte ihr ebenfalls
das Raj einen Unfall gehabt habe usw. er legte dann auch hier auf. Nach 10 min
klingelte das Telefon: Jimmy gab Raj den Hörer in die Hand. Es war Rani: „Hallo Raj
mein Schatz, geht es Dir nicht gut, muss ich kommen, ich wollte doch gerade mit
meinen Freundinnen Kaffee trinken und dann noch ins Kino gehen, es wird „Kites“
gezeigt, Du weißt doch ich liebe diesen Film, ich komme dann gleich hinterher vorbei.
Tschüß. Jimmy hatte mitgehört. Schaute Raj an und fragte na, was nun.
Sie warteten weiter. Eine viertel Stunde später klingelte es an der Tür. Na Raj
was denkst Du wer das ist. Bleib jetzt bitte ruhig liegen, tue so als ob Du schläfst
und sage kein Wort. Jimmy ging zur Tür. Nein es war nicht Rani wie Raj erwartet
hatte, nein es war Karina. Sie fiel Jimmy um den Hals und weinte. Bitte las mich zu
ihm. Jimmy ging zur Seite. Karina lief durch die Wohnung, sah Raj liegen, er hatte
wirklich die Augen geschlossen. Karina streichelte seine Wange, tropfte ihm die Stirn
mit kaltem Wasser ab, als er nicht reagierte, flüsterte sie „Ach Raj ich hab Dich
doch so lieb, wie soll ich Dir das nur sagen und Du willst doch bald Rani heiraten,
aber werde bald wieder gesund. Sie stand auf, küsste ihn auf die Stirn, drehte sich
um und wollte weinend aus dem Zimmer gehen. Sie konnte aber nicht gehen, denn
Raj hielt ihre Hand fest, sie erschrak und sah sich ängstlich um, wieder sah er in
die wunderschönsten Augen, sagte „Namaste meine Schöne“ ich liebe Dich auch.
Er stand auf. Karina wurde ein wenig böse auf Jimmy, der stand in der Tür und
lachte. Sei ruhig böse aber ich musste Raj zeigen wer ihn wirklich liebt. Jimmy
hatte sich schon angezogen und ließ die beiden allein. Es gab nichts mehr zu sagen.
Sie schauten sich nur in die Augen, mehr war nicht nötig.
Sie saßen so wohl 1 Stunde aber Rani hatte sich immer noch nicht gemeldet.
Jetzt nahm Raj das Handy und rief Rani an. Sie nahm ab, „Was ist, ich komme
gleich. „Nein Du kannst bleiben und brauchst nicht mehr zu kommen, ich werde Dich
auch nicht heiraten, denn Du liebst mich nicht und ich liebe Dich auch nicht. Er
musste das Handy ein Stück vom Ohr entfernt halten so laut schrie Rani, schrei
ruhig das ist mir egal, ich heirate Karina. „Was dieses hässliches Weib“ Raj
legte auf. Er ging zu Karina, nahm sie an die Hand und sagte „Komm meine Schöne“
wir gehen jetzt spazieren. Und das taten sie dann auch. Jimmy wartete unten, sie
sahen ihn nicht, er meldete sich auch nicht. Sie sahen sich nur an und gingen Hand
in Hand durch die Stadt, kamen auch an jenem Cafe vorbei, Rani saß immer noch
dort, trank Cafe, das Lachen hörte man bis vor die Tür, sie hörten auch noch
einige Wortbrocken die da lauteten „So ein Blödmann, wenn er mich nicht will, ich
will ihn auch nicht“ Wieder lachten sie laut. Sie sahen die Raj und Karina vorbeigehen
und verstummten. Karina spürte ihre Blicke, sie drangen durch sie durch, aber das
war ihr egal, sie liebte ihren Raj und jetzt durfte sie ihn auch lieben.
4 Wochen später heirateten sie ihre Traumhochzeit.

Jimmy ging zum Grab seiner Eltern, „Mama ich habe Deinen letzten Wunsch
erfüllt, Karina ist glücklich und nun werde ich mir eine passende Frau aussuchen" ,
und lachte.
geschrieben von Anjaly
im Hintergrund Läuft der instrumentale Theme Song aus " Jodhaa Akbar "