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Am Rande der kleinen Stadt im Norden  von Indien stand ein schönes Haus, umgeben von einem großen Garten mit vielen Blumen.

In diesem Haus lebte Maya mit ihrem Mann, 3 Kindern. Einen Sohn und eine Tochter, der Sohn war gut geraten aber die Tochter war sehr schön, so schön wie der klare Morgen, sogar die Blumen im Garten verneigten sich vor ihrer Schönheit. Darin glich sie ihrer Mutter die auch eine Schönheit war, sie hatte Augen wie zwei schwarze Sterne, der Mund war wie eine Offenbahrung und die Gestalt war die Anmut selbst, jedermann liebte diese kleine Familie, sie wurde geachtet und alle sahen dieser Familie ihr Glück an, bis vor ein paar Jahren hatte noch Mayas Mutter im Haus gelebt, aber sie war vor 3 Jahren gestorben. Ihr letzter Wunsch war, sie wollte unter dem großen Baum hinter dem Garten ihre letzte Ruhe finden, diesen Wunsch hatte Maya und ihr Mann ihr erfüllt.

 

 

 

Seit nicht geraumer Zeit geschah etwas Besonderes an diesem Haus.

Denn kaum zeigten sich die ersten Sonnenstrahlen erwachte das Haus. Man hörte Stimmen, Kinderlachen drang durch das Haus. Maya schaute seit Jahren jeden Morgen vor die Haustür und begrüßte so die Sonne. Seit einiger Zeit eben war ihr Blick immer etwas ängstlich, so wie auch an diesem Morgen.

Es war wie so oft in letzter Zeit, auf der Treppe lag ein Blumenzweig mit roten Hibiskusbüten, ihre Lieblingsblumen seit ihrer Kindheit, bisher hatten sie noch nicht herausbekommen wo diese Blumen herkamen. Sie nahm den Strauch und ging in die Küche. Bobby (Mayas Mann) saß in der Küche und schaute sie fragend an. Sie zeigte ihm die Blume, Bobby stand auf, trat auf seine Frau zu, küsste sie auf die Stirn und sagte so geht es nicht weiter.

In der nächsten Nacht, stand er auf, machte kein Licht und ging durch die Hintertür des Hauses in den Garten. In einem Versteck hinter der Mauer legte er sich auf die Lauer. Es dauerte sehr lange, er schlummerte etwas ein, aber durch ein kleines Geräusch schreckte er auf.

Er sah einen kleinen Jungen der langsam und sehr vorsichtig auf das Haus zuging. Dieser legte die rote Hibiskusblüte auf die Treppe des Hauses, sah sich um und flink wie ein Wiesel verließ er den Garten.

Bobby hatte das Versteck gut gewählt und konnte so dem Jungen folgen. Dieser lief durch die dunklen menschenleeren Straßen, vor einer sehr kleinen und armseligen Hütte blieb er stehen, dort wurde er bereits von einem sehr alten Mann sehnsüchtig erwartet, „Hat Dich auch niemand gesehen“ Beide verschwanden in dieser Hütte.

Bobby ging nachdenklich nach Hause, irgendwie kam ihm dieser alte Mann seltsam vor.

Zu Hause angekommen erwartete ihn schon Maya. Nach seinem Bericht schlug ihm Maya vor gemeinsam zu dieser Hütte zu gehen, dies taten die beiden dann auch.

An der Hütte angekommen klopften sie.

Der alte Mann öffnete die Tür und blieb wie versteinert stehen, ebenso erging es Maya.

Er stammelte nur immer das Wort Maya, Maya. Maya sah ihn an, fiel ihm um den Hals, beide weinten bitterlich.

Jetzt erkannte auch Bobby den geheimnisvollen Alten. Es war Mayas Vater. Wie kam er hierher und warum lebte er in dieser armseligen Hütte, er war doch mal ein reicher Mann, hatte viel Geld, ein großes Haus aber keine Liebe im Herzen. Das war vor so vielen Jahren.

 

 

Südindien 30 Jahre früher:

 

Im großen Haus des Fürsten Salam Singh wurde ein Mädchen geboren, es sollte den Namen Maya tragen. Lange hatte zusammen mit seiner Frau auf ein Kind gewartet. Es schien nun hatte er alles. Aber das Schicksal wollte es anders.

Ihm wurde plötzlich voraus gesagt, das er seine Tochter und seine Frau, beide an einem Tag verlieren würde, wenn Maya in diesem Hause bis zum 18. Lebensjahr blieb.

Er nahm also das neugeborene Mädchen und trug es heimlich fort, niemand wusste es, das in diesem Haus ein Kind geboren wurde und so wurde Maya weit entfernt von ihrem Haus zu einem Bauern gebracht, hier sollte sie bis zu ihrem 18. Lebensjahr aufwachsen, er gab dem Bauern den Auftrag sie als Jungen zu erziehen und ihre wahre Identität so lange zu verheimlichen wie es ging. Es sollte ihm auch an nichts fehlen.

Der Bauer hatte aber auch einen kleinen Sohn von dem Salam nichts wusste, und so kam es das beide Kinder zusammen als Söhne in der Bauernhütte aufwuchsen. Sie taten alles was kleine Jungen so machen, spielten, und tollten herum. Am liebsten badeten beide im nahen Fluss. Maya lernte sehr bald schwimmen und tauchen und war so flink wie in Fisch im Wasser.

Beide Kinder wurden unzertrennlich, aber irgendwann wurde ihnen doch bewusst dass sie nicht gleich waren. Maya wurde immer schöner, sie war so schön wie der klare Morgen und sogar die Sonne verneigte sich vor ihrer Schönheit. Als sie beide 17 waren entdeckten sie ihre Liebe zueinander ohne zu wissen wer Maya wirklich war. Es war klar dass diese Liebe nicht lange gut gehen konnte.

Als Bobby eines Tages nach Hause kam, rief er Maya, konnte sie aber nirgendwo entdecken, er wendete sich an seinen Vater, wo ist Maya, was ist passiert.

Der Vater kam traurig auf ihn zu und erzählte ihm die ganze Wahrheit wer Maya in Wirklichkeit war.

Er ging zu ihrem gemeinsamen Versteck, dort fand er einen Teil ihres Amuletts, (2 Pfauen in einem Kreis), nein diese Trennung wollte er nicht akzeptieren, Bobby verabschiedete sich von seinem Vater und ging los Maya zu suchen.

Inzwischen war Maya zu Hause angekommen, wo sie schon sehnsüchtig von ihrer Mutter erwartet wurde. Von ihr erfuhr Maya auch die ganze Wahrheit, von ihrem Vater erfuhr sie nicht viel, denn der war in all den Jahren noch viel härter geworden, nicht nur gegen sich sondern auch gegen all die anderen die im Hause lebten.

Maya erfuhr auch von ihrer Mutter dass sie bald ihren Cousin heiraten sollte, denn die Verbindung der beiden Häuser war schon lang geschlossene Sache gewesen. Maya schrie, nein ich heirate nicht. Aber ihr Vater Salam Sing blieb hart und böse. Maya weinte und schrie, ihre Mutter war die einzige die sie verstand, die auch mitbekam das Maya in ihrem Herzen nicht mehr frei war. „Liebes Kind wenn ich einen Ausweg wüsste, ich würde ihn Dir sagen, und wenn der Weg auch noch so schwer wäre ich würde ihn mit Dir gehen, aber gegen Vater kommen wir beide nicht an.

Die Hochzeit sollte in Nordindien stattfinden, Maya sollte mit Hilfe eines Schiffes dort hingebracht werden.

Maya schrie, nein ich gehe auf kein Schiff, und Du gehst sagte der Vater nur, verließ das Haus. Maya ging in ihr Zimmer und weinte wieder. Sie griff unter ihren Kopf, was war das, sie berührte etwas. Maya nahm es und sah es sich an. Es waren 2 Pfauen in einem Kreis) Aufgeregt lief sie zum Fenster aber es war niemand dort.

Rasend schnell lief sie zu ihrer Mutter, die bereits auf sie wartete, schloss die Tür und gab ihr einen Brief, es war ein Brief von ihrem Bobby.

Maya schaute die Mutter an, diese sprach „So Maya, trockne Deine Tränen, ja ich kenne Bobby er ist schon seit einiger Zeit Gärtner in unserem Garten, eines Tages bemerkte ich Dein Amulett an seinem Hals und erkannte die Wahrheit. Nun habe ich mich entschlossen Euch beide zu Helfen aber Du musst stark und tapfer sein, wir haben uns folgenden Plan ausgedacht, nur Vater darf davon nichts erfahren. Maya hörte gespannt zu, nun ging die Mutter zum Fenster und rief Maya, komm doch einmal her.

Maya weinte, ja dort unten im Garten stand ihr Bobby und goss die Blumen. Sie weinte vor Glück aber konnte ihn leider noch nicht in die Arme nehmen. Aber bald.

Am Tag an dem Maya auf das Schiff sollte schrie sie, schlug um sich usw. aber der Vater ließ sie mit Gewalt auf das Schiff bringen und sperrte sie dort ein. Als das Schiff abgelegt hatte, durfte sie ihr Gefängnis verlassen und auf das Deck gehen, ihr Vater sagte, „So morgen kommt Dein Bräutigam dir entgegen, auf seinem eigenen Schiff und die Hochzeit wird auf unserem Schiff stattfinden. Nein. Vater, liebe sterbe ich und wenn es hier ist, Der Vater lachte, na wo willst Du denn hin, hier ist überall Wasser und schwimmen kannst Du auch nicht. Das ist mir egal schrie Maya dann ertrinke ich eben, der Vater lachte noch lauter, na dann spring doch.

Maya kletterte über die Reling und sprang, der Vater stand wie versteinert dort, alle suchten Maya aber sie war verschwunden und tauchte auch nicht wieder auf.

Jetzt schrie Mayas Mutter zum 1. Mal ihren Mann an „Hast Du das gewollt, ist Dir Dein Stolz soviel wert.“ Sie ging. Das Schiff musste also wieder umkehren und Mayas Vater kam traurig zu Hause an. Das Haus war so seltsam leer, er rief nach seiner Frau aber sie antwortete nicht, und auch sie blieb verschwunden und so hatte sich die Vorraussagung erfüllt, denn Maya war erst 17 Jahre alt.

 

Und nun, nein Maya war nicht ertrunken, denn sie konnte ja gut schwimmen und tauchen, davon wusste ja nur ihre Mutter und Bobby.

 

An einem geheimen Ort trafen sich alle 3 wieder.

Maya heiratete ihren Bobby, bekam 3 Kinder, einen Jungen und 2 Mädchen , die Mädchen waren so schön wie der klare Morgen und sogar die Blumen und die Sonne verneigten sich vor ihrer Schönheit. Und immer der Großvater zu Besuch kam, laß er seinen Enkeln vor. 

 

 

In den letzten 30 Jahren hatte ihr Vater erkannt das er ein Tyrann gewesen war, hatte all seine Reichtümer aufgegeben und war als Pilger durch das Land gestreift, durch einen Zufall hatte er von einer Familie gehört, die Frau und die Tochter sollten so schön sein wie der klare Morgen, er fand schließlich diese Familie, erkannte seine Tochter aber er wagte es nicht sich zu erkennen zu geben, es hatte ihm wehgetan als er erkannte das seine Frau gerade gestorben war, er hatte aber auch das Glück dieser kleinen Familie gesehen.

 

Maya verzieh ihrem Vater, und sie nahm ihn mit zu ihrem Haus und er konnte endlich auch seine beiden Enkel in die Arme schließen.

 

                                                 Geschrieben von Anjaly

 

 

 

" Nights In White Satin " von David Lanz wird gespielt von SirKeyMaster(You Tube)

 

 

 

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